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Literarische Formen


  • Balladen

  • Novellen

  • Kurzgeschichten

  • Studien/ Skizzen (bes. Stimmungsbilder)

  • Verserzählungen

  • Volkslustspiele, wie Possen, Komödien und Zauberstücke

Skizze/ Studie: Ein Skizze/ Studie ist ein selbständiger, jedoch formal und stilistisch bewußt unausgestalteter Prosatext. Diese Erzählform überschneidet sich häufig mit anderen, z.B. der Erzählung, der Kurzgeschichte oder dem Bericht.

Zauberstück: Ein Zauberstück ist eine Spielvorlage, die übernatürliche Requisiten und Personal beinhaltet. Man unterscheidet zwischen Zauberspiel (z.B. Raimund: Die gefesselte Phantasie), Zaubermärchen (z.B. Raimund: Der Verschwender), Zauberposse (z.B. Nestroy: Der böse Geist Lumpazivagabundus; Raimund: Der Barometermacher auf der Zauberinsel) und Zauberoper (z.B. Schikaneder: Die Zauberflöte).


Vertreter


  • Annette Freiin von Droste-Hülshoff (1797-1848)

  • Franz Grillparzer (1791-1872)

  • Nikolaus Lenau (1802-1850)

  • Eduard Mörike (1804-1875)

  • Johann Nestroy (1801-1862)

  • Adalbert Stifter (1805-1868)

II. Vormärz und Junges Deutschland

Begriff


Der Begriff Vormärz als Epochenbezeichnung bezeichnet den Zeitraum zwischen 1815 und 1848. Die Literatur des Vormärz wird unterteilt in Junges Deutschland und den eigentlichen Vormärz.

Die Bezeichnung Junges Deutschland wurde zuerst 1834 in Ludolf Wienbargs Ästhetischen Feldzügen verwendet. Als "literarische Schule" wurden das Junge Deutschland erst 1835 in einem Beschluß des Bundestages angesehen, der dessen Schriften verboten hatte. In Wirklichkeit bildeten die Vertreter des Jungen Deutschlands keine Schule. Sie verband aber die Ablehnung der Restauration und des Adels und das Einsetzen für Presse- und Meinungsfreiheit. Die literarische Bewegung des Jungen Deutschlands hatte ihren Höhepunkt zwischen 1830 bis 1835. Mit dem Verbot der Schriften am 10. Dezember 1835 endete sie schließlich, da die meisten jungdeutschen Autoren ihre gesellschaftspolitisch-kritische Arbeit einstellten. Folgende Autoren wurden im Bundestagsbeschluß vom 10.12.1835 namentlich genannt: Heinrich Heine, Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Ludolf Wienbarg und Theodor Mundt.

Die literarische Strömung des eigentlichen Vormärz setzte 1840 ein und endete 1848 mit der gescheiterten Märzrevolution. Mit der Rheinkrise und der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms von Preußen 1840 kam ein neues Nationalgefühl auf. Es traten zahlreiche neue Autoren hervor, wie Georg Herwegh, Ferdinand Freiligrath, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Georg Weerth. Die Autoren des Vormärz verband, daß sie eine bestimmte Zeit im Exil verbrachten bzw. nur im Exil publizieren konnten.

II. Historischer Hintergrund


1815 wurde der Wiener Kongreß eingeleitet, bei dem die Neuordnung Europas geregelt wurde. Es entstand die "Heilige Allianz" zwischen Preußen, Österreich und Rußland zur Sicherung der Prinzipien der Neuordnung, zur Verteidigung des christlichen Glaubens, zur Erhaltung der Herrschaftshäuser und zur Wiederherstellung der vorrevolutionären Ordnung. Die Zeit zwischen 1815 und 1848 war geprägt von dem Interessenskonflikt zwischen den deutschen Fürsten, welche sich für eine Restauration einsetzten, und den "Jungem Deutschland" (Studenten und Professoren), das nach Freiheit und einer politischen Einheit strebte. 1815 kam es zur Gründung des Deutschen Bundes zwischen 39 Einzelstaaten. Es kam außerdem zur Gründung von Burschenschaften, zuerst in Jena, später auch in anderen deutschen Städten. 1817 fand das Wartburgfest statt. 1819 wurden die Karlsbader Beschlüsse gefaßt, welche die Burschenschaften verboten, die Überwachung von Universitäten einleiteten, eine Buch- und Pressezensur einführten und den Einsatz von Spitzeln erlaubten. Die Folge war der Rückzug vieler Deutscher ins Privatleben. 1832 fand das Hambacher Fest statt. 1834 kam es zur Gründung des Deutschen Zollvereins, der die innerdeutschen Zollschranken beseitigte und somit eine wirtschaftliche Einheit herstellte. Aufgrund schlechter sozialer und wirtschaftlicher Verhältnisse der schlesischen Weser kam es 1844 zu einem Aufstand. Die Enttäuschung über die unerfüllten Hoffnungen des "Jungen Deutschlands" und das Festhalten an der alten Ordnung deutscher Fürsten führte 1848 schließlich zur Märzrevolution.

III. Philosophischer Hintergrund


Der philosophische Hintergrund der Restaurationszeit war v.a. von der Philosophie Friedrich Hegels (1770-1831) und seinen Schriften Phänomenologie des Geistes (1806), Wissenschaft der Logik (1812/16), Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften (1817) und Grundlinien der Philosophie des Rechts (1831) geprägt.

Literatur des Jungen Deutschlands

Zensur


1819 wurde für alle Staaten des Deutschen Bundes eine Vorzensur eingeführt. Sie betraf alle Texte unter 20 Bogen (entspricht 320 Seiten). Damit fielen alle Schriften darunter, die für ein breites Publikum zugänglich waren, wie Zeitungen, Zeitschriften und viele Bücher.´

Ab 1830 versuchten immer mehr Schriftsteller und Verleger die Zensurmaßnahmen zu umgehen, indem sie ihre Werke entweder im Ausland drucken ließen oder ihren Umfang auf 21 Bogen ausweiteten. Dieser Widerstand führte unweigerlich zu einer Verschärfung der Zensur. Zur Vorzensur kamen jetzt auch die Ausweitung der Zensur auf alle Werke, das Verbot einzelner Autoren und Verlage und die Zerschlagung von Vereinen hinzu.

Verboten war vor allem die Kritik an den herrschenden politischen Verhältnissen, wie an der Regierung oder an dem Adel. Ein Werk konnte auf zwei verschiedene Weisen zensiert werden: die betreffenden Textstellen wurden entweder durch die Zensoren korrigiert oder gestrichen. Die Streichungen waren anfangs noch als Zensurstriche sichtbar, später wurden auch diese verboten.
Im 12. Kapitel von Ideen. Das Buch Le Grande parodierte Heine die deutschen Zensoren.

Lyrik des Jungen Deutschlands

1827 erschien Heines Buch der Lieder, in dem seine frühen Gedichte zusammengefaßt sind. Es besteht aus fünf Zyklen: Junge Leiden, Lyrisches Intermezzo, Die Heimkehr, Aus der Harzreise und Die Nordsee. Besonders die Gedichte der Zyklen Lyrisches Intermezzo und Die Heimkehr prägten Heines literarischen Ruhm. Sie zeichneten sich durch Liedhaftigkeit und metrische Einfachheit aus und trugen keine Überschriften. Die am häufigsten anzutreffende Strophenform ist die Volksliedstrophe. Das Thema dieser Gedichte war meist eine unerfüllte oder unerreichbare Liebe.

Epik des Jungen Deutschlands

Die Epik erschien den jungdeutschen Schriftstellern als die geeignetste Gattung für ihre Werke, da sie durch ihre Regelfreiheit sich am besten ihren verschiedenen Inhalten anpassen konnte.

Reiseberichte/ Reisebilder

Die Reiseliteratur hatte mit Heinrich Heine einen Höhepunkt im 19. Jahrhundert. Neben ihrer informierenden und unterhaltenden Funktion, kam ihr mit Heine vor allem eine politisch aufklärende Funktion zu. Seine Reisebilder-Sammlung erschien in vier Teilen zwischen 1826 und 1831. Band I (1826) enthielt Die Heimkehr, Die Harzreise und Die Nordsee, 1. und 2. Abteilung; Band II (1827) Die Nordsee, 3. Abteilung, Ideen. Das Buch Le Grand und Neuer Frühling; Band III (1830) Italien 1828. I. Reise von München nach Genua, II. Die Bäder von Lucca; Band IV (1831) Italien 1828. III. Die Stadt Lucca. - Englische Fragmente.

Der wohl bedeutendste Reisebericht dieser Sammlung war Die Harzreise (1826), die nach Heines Wanderung durch den Harz im Sommer 1824 entstand und 1826 veröffentlicht wurde. In diesem Reisebild verarbeitete Heine durch satirisch-witzige Elemente die aktuellen politischen Verhältnisse in Deutschland. Die Gesellschaft steht in einer Polarität zur Natur. Durch die Hingabe an die Natur tritt zugleich eine Befreiung vom Studentenleben und Philistertum ein. Als Gegenbild zu den entfremdeten Stadtmenschen werden mit der Natur im Einklang lebende Menschen, wie Bergleute oder ein Hirtenknabe gezeigt. Die Komik in der Harzreise wird vor allem durch Kontraste von Einfachem und Erhabenem erreicht. Neben Satire, runden realistische und schwärmerische Naturbeschreibungen, sowie die Einbindung lyrischer Passagen, die Harzreise als Reisebild ab.

Flugschriften

1834 erschien die wohl bekannteste Flugschrift des Jungen Deutschlands, Der Hessische Landbote von Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig, auf ca. 1000 Exemplaren anonym und unter einer fingierten Ortsangabe. Im Hessischen Landboten werden die hessischen Bauern zur Revolution gegen die Obrigkeit aufgerufen. Büchner und Weidig schildern sehr detailliert die Ausbeutung und Unterdrückung der Bauern. Die Zahlenbelege basieren auf einer Statistik des Großherzogtums Hessen von G. W. J. Wagner aus dem Jahre 1831.

  Romane

Der wohl wichtigste Roman des Jungen Deutschlands, Gutzkows Wally, die Zweiflerin (1835), war einer der Gründe, weshalb sein Werk, neben den von anderen Autoren, durch den Bundestagsbeschluß 1835 verboten wurde. Außerdem brachte der Roman Gutzkow 1836 eine einmonatige Gefängnisstrafe ein. Das zentrale Thema des Romans ist der Zweifel am religiösen Glauben, der die Ursache für den Untergang Wallys und ihren Freitod ist.

  Dramatik des Jungen Deutschlands

Als einer der wichtigsten Dramatiker trat Christian Dietrich Grabbe hervor, der v.a. das Geschichtsdrama bevorzugte. Bereits als Gymnasiast entstand seine erste Tragödie Herzog Theodor von Gothland, die allerdings erst 1827 veröffentlicht wurde. In seinem bekanntestem Werk Napoleon oder Die hundert Tage, das 1831 erschien, legte Grabbe wichtige Grundsteine für die Entwicklung des epischen Dramas. Seine Dramen sind von Pessimismus bestimmt, enden aber nicht im Weltschmerz sondern kritisieren stark das Wirklichkeitsverständnis seiner Zeit.

Georg Büchner wurde von seinen Zeitgenossen kaum beachtet, mit Ausnahme Karl Gutzkows, der sich für die Veröffentlichung seiner Werke einsetzte. Die literarische Qualität seines Werkes wurde erst nach seinem Tode anerkannt. 1835 erschien das in nur fünf Wochen geschriebene Drama Dantons Tod, das aber erst 1902 uraufgeführt wurde. Das Drama schildert die letzten Wochen vor der Hinrichtung Dantons in Paris. Es hat, im Vergleich zu anderen Dramen, einen modernen Aufbau. Die Handlungen der einzelnen Figuren tritt hinter deren Reden und Reflexionen zurück. Das herkömmliche System zum Aufbau der Spannung durch Willkür und Zufall wird nicht verwendet. Statt dessen sind die Ereignisse durch den Zwang der Verhältnisse bestimmt.
1836 entstand das erste soziale Drama der deutschen Literatur, Büchners Woyzeck. Darin wird zum ersten Mal einer aus der untersten gesellschaftlichen Schicht stammender Mensch zum Helden einer Tragödie. Dieser war durch den Druck seiner sozialen Stellung gezwungen, seine Geliebte zu töten. Das Fragment gebliebene Drama ist in vier nur schwer lesbaren Handschriften überliefert und erschien 1878 und wurde erst 1913 in München uraufgeführt. Es hatte einen wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung des Dramas in Deutschland, besonders auf die Dramen des Naturalismus, in denen die Unterdrückung sozial niederer Schichten im Mittelpunkt stand. Die Quellen für Büchners Woyzeck waren ein Gutachten über den realen Mordfall Woyzeck, der seine Geliebte aus Eifersucht umbrachte und dafür später hingerichtet wurde, und Beiträge aus der Zeitschrift für Staatsarzneikunde, die sich mit dem Gemütszustand des Mörders befaßten.

Woyzeck entspricht seinem Aufbau nach einem offenen Drama. Die einzelnen Szenen sind aneinandergereiht, für sich inhaltlich abgeschlossen und miteinander austauschbar. Woyzeck, ein armer und besitzloser Soldat, ist verliebt in Marie, mit der er ein uneheliches Kind hat. Da sein geringer Sold für das Überleben der Familie nicht ausreicht, arbeitet er als Barbier und stellt sich für medizinische Experimente zur Verfügung. Diese sind die Ursache für seinen schwachen körperlichen und seelischen Zustand, da er z.B. sich eine Zeit lang nur von Erbsen ernähren muß. Die sozialen Ungerechtigkeiten, wie die ständigen Demütigungen und die Behandlung als Versuchstier, erträgt Woyzeck nur durch seine Beziehung zu Marie. Als diese jedoch eines Tages von einem Tambourmajor verführt wird, sieht sich Woyzeck seiner tragenden Stütze im Leben beraubt. Er kauft sich ein Messer, lädt Marie zu einem Waldspaziergang ein und ersticht sie. Ob Woyzeck am Ende selbst stirbt, bleibt jedoch offen.

Mit dem Beginn der 40er Jahre spitzte sich die Politisierung der Literatur radikal zu und fand ihre Rechtfertigung erstmals auch in der Programmatik, in welcher der Versuch einer Begründung der Politik als Gegenstand der Literatur unternommen wurde.

Lyrik des Vormärz

Die Lyrik war für die Autoren des Vormärz die wichtigste Gattung, in der sie ihre politischen Absichten ausdrücken konnten. Mit der Veröffentlichung der Sammlung Gedichte eines Lebendigen (1841) wurde Georg Herwegh trotz Zensurverbots zu einem weit bekanntem Dichter. In seiner politischen Lyrik ging er mit der Politisierung der Literatur sogar soweit, die Überparteilichkeit des Dichters aufzugeben und für ein Parteinehmen einzutreten (Herwegh: Die Partei, 1842).

Der Gebrauch der Lyrik als politisches Instrument, wie sie z.B. von Herwegh, Freiligrath und Fallersleben eingesetzt wurde, fand jedoch nicht bei allen Schriftstellern Zustimmung und führte zu heftigen Diskussionen. Eine besonders heftige Kritik und Distanzierung davon kam von Heinrich Heine, der an einer langen Wirkung politischer Lyrik zweifelte, da er die angewandten Techniken der politischen Lyriker auf die Realität nicht für angemessen hielt (Heine: An Georg Herwegh, 1841; An einen politischen Dichter, 1841; Die Tendenz, 1842). Die politische Lyrik des Vormärz wurde daher oft als Tendenz- bzw. Gelegenheitsdichtung kritisiert. Jedoch stand dazu die Veröffentlichung von Heines Gedicht Die schlesischen Weber 1844, in welchem die sozialen Mißstände der Weber angeklagt wurden, in einem Gegensatz.

Epik


Das Versepos Deutschland. Ein Wintermärchen entstand nach Heines Deutschlandreise im Jahr 1843 von Paris nach Hamburg. In dem 27 Kapitel umfassenden versifizierten Reisebilden beschrieb und parodierte Heine die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland, wie z.B. das Zoll-, Zensur- oder Militärwesen oder die Monarchie. Die Motive für die Reise sind Heimweh und Wiedersehen mit der Mutter.
Im ersten Kapitel schildert das lyrische Ich seine Eindrücke, Gefühle und Gedanken beim Betreten Deutschlands nach langer Abwesenheit. Mit dem Entsagungslied wird Kritik am Alten und an der Kirche geübt. Im neuen Lied wird eine Vision vom zukünftigen Deutschland hergestellt. Den dichterischen Höhepunkt des Werkes bildet die Auseinandersetzung mit der Barbarossa-Sage in den Kapiteln 14 bis 17. In dem fiktiven Gespräch des lyrischen Ichs mit der Barbarossa-Gestalt findet eine Konfrontation des Barbarossas mit der aktuellen politischen Realität statt. Das Ergebnis des Gesprächs ist eine Absage an den volkstümlichen Barbarossa-Mythos.

Dramatik des Vormärz

Karl Gutzkow schrieb in der Zeit des Vormärz eine Vielzahl von Tragödien, die aber kaum Nachwirkungen hinterließen und rasch auf den Spielplänen wieder verschwanden. Seine Lustspiele jedoch gehörten auf vielen Bühnen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zum festen Repertoire. Sein wohl bekanntestes Lustspiel, Das Urbild des Tartüffe wurde 1844 in Oldenburg uraufgeführt und erschien 1847. Anhand der Intrigen, die zur Verschiebung der Uraufführung von Molieres Tartuffe führte, stelle er die Zensurmaßnahmen seiner Zeit satirisch dar.

Beginn der sozialistischen Literatur

In der Revolution von 1848 war das Bürgertum die führende Kraft. Doch in dieser Zeit kam es auch zur Herausbildung der Arbeiterklasse als eigenständige politische Kraft. Zu den ersten Theoretikern gehörte Wilhelm Weitling (1808-1871) mit seinen Schriften Die Menschheit, wie sie ist und wie sie sein sollte (1838/39) und Garantien der Harmonie und Freiheit (1842). Die wichtigsten Theoretiker waren jedoch Karl Marx (1818-1883) und Friedrich Engels (1820-1895) mit ihren gemeinsamen Werken Die deutsche Ideologie (1845/46), Das Elend der Philosophie (1847) und Manifest der Kommunistischen Partei (1848), in denen sie die Theorie vom historischen Materialismus entwickelten.

Bedeutende sozialkritische Autoren des Vormärz waren Karl Beck (Lieder vom armen Mann, 1846), Ernst Dronke (Berlin, 1846; Polizeigeschichten, 1846), Ernst Willkomm (Eisen, Gold und Geist, 1843; Weiße Sklaven, 1845) und Wilhelm Wolff (Die Kasematten, 1843). Der wichtigste Vertreter war Georg Weerth mit seinen Studien und Skizzen über die sozialen Verhältnisse in England, wie das englische Arbeiterleben (Das Blumenfest der englischen Arbeiter, 1845/46) und den Liedern aus Lancashire (1845/46). Formen der sozialkritischen Literatur waren Arbeiter- und Industrieromane, Reportagen, Skizzen und Berichte.


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