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Memento mori Denke daran, dass du sterblich bist Allerheiligen und Allerseelen


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Projektstudium Glas 2006/07

memento mori

Denke daran, dass du sterblich bist


Allerheiligen und Allerseelen
An den Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen stehen die Verstorbenen im Zentrum der Riten und Feierlichkeiten. Zu Allerheiligen wird der Heiligen Märtyrer gedacht. Dabei stehen nicht nur die bekannten Märtyrer und Heiligen im Mittelpunkt.

Allerseelen diente früher dazu, das Leiden der Verstorbenen im Fegefeuer zu mildern. Heute wird generell der Verstorbenen gedacht.

Wie schon in der Antike schmücken wir die Gräber mit Blumen. Verwendung finden dabei vor allem Herbstastern, Chrysanthemen und Erika. Außerdem wird ein "Seelenlicht" auf das Grab gestellt.
Chrysantheme  ( chrysanthemum parthenium )

Sie stammen ursprünglich aus Asien und sind wahrscheinlich seit 2.000 Jahren bekannt. Auch in Griechenland war bereits in der Antike eine Chrysanthemenart bekannt, die jedoch in Mitteleuropa erst seit dem 18. Jahrhundert kultiviert wurde. Der Name Chrysantheme stammt aus den griechischen Wörtern für Gold und für Blume, bedeutet also "Goldblume".



Heute sind mehr als 5.000 Sorten bekannt.
Bereits in der Antike machte man sich ihre krampflösenden Eigenschaften bei Geburten und Rheuma sowie bei Fieber zu nutze.
Im Mittelalter wurde sie hauptsächlich bei Kopfschmerzen und zur Wundheilung angewandt.
Curioses

In früheren Jahrhunderten findet man auch abergläubische Bräuche an Allerseelen. Die Gräber wurden mit Weihwasser bespritzt - weniger, um sie zu segnen, als um die Qualen der Seelen in der heißen Hölle zu lindern.
Man stellte wie bei den altrömischen Parentalia Speisen auf das Grab (Brot, Wein, Bohnen) und zündete Kerzen an. Allerdings durften auf den Gräbern von Selbstmördern keine Kerzen entzündet werden, weil es hieß, deren Kinder würden dadurch auch zu Selbstmördern. Das Licht auf den Gräbern wird verschieden gedeutet: Es soll die Seelen anlocken und ihnen den Weg zu dem Ruheplatz des Körpers weisen oder es soll die Seelen wärmen. An anderen Orten ist das Licht eine Schranke zwischen den Lebenden und den Toten oder es vertreibt die bösen Geister. Wer sich nachts auf einen Grabhügel stellte, sollte alle, die nächstes Jahr starben, über die Gräber gehen sehen. Die Toten selbst nennen diejenigen, die im nächsten Jahr sterben.
Nicht nur auf dem Friedhof, auch zu Hause pflegt man die Toten: Speise und Trank (Milch, Wasser, Brosamen) bleiben auf dem Tisch stehen. Im Tal der Mosel aß man am Abend von Allerseelen Hirsebrei, weil angenommen wurde, dass so viele Körner man isst, so viele Seelen man aus dem Fegfeuer befreit. Zur Kühlung der Leidenden wird Mehl in das Feuer geschüttet. Keine leere Pfanne darf auf dem Ofen stehen, damit sich nicht eine arme Seele versehentlich hinein setzt; keine Ofengabel darf verkehrt herum stehen, es würde die arme Seele schmerzen; kein Messer darf verkehrt herum auf dem Tisch liegen, die arme Seele müsste darauf sitzen. Das Herdfeuer bleibt Tag und Nacht brennen, denn besonders die Seelen, die die „kalte Pein” erlitten, sollten sich wärmen können. Man stellte in den Räumen brennende Lichter auf, vor denen die Lebenden für die Ruhe der Seelen beteten. Das Licht sollte den Seelen zum ewigen Licht verhelfen. Die ganze Nacht über brannte ein Licht, das nicht mit Öl, sondern mit Fett oder Butter gespeist wurde, damit die Seelen ihre Brandwunden kühlen konnten.
Wer sich in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen ins Freie wagte, war in Gefahr zu sterben, denn Spuk und Zauber drohten und alle Geister und Dämonen hatten frei Schalten und Walten. Am Tag selber war einiges verboten, so das Säen von Korn oder die Gämsenjagd. Wer an Allerseelen einen textilen Lumpen auf einen Baum warf, schützte sein Vieh vor dem „vermeynen". Und durch „Totenbahrenziehen” konnte man angeblich alles erhalten, was man sich wünschte.


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