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Erfahrungsbericht über das Auslandssemester (Otoño 99) an der


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Erfahrungsbericht über das Auslandssemester (Otoño 99)

an der











Alexander Sorg

Matthias Oppitz

Tobias Igerl



1. Planung und Vorbereitung

Wenn der Entschluß gefallen ist ein Auslandssemester in Mexico D.F. an der Universidad Iberoamericana zu machen –Gratulation zu dieser Entscheidung, da die Zeit dort wirklich super sein kann und sicherlich für immer unvergeßlich ist -, sind in Deutschland erst einige Formalitäten (Visum, Studiumsgebühren...) zu erledigen, bei denen aber zum Glück Frau Lentner tatkräftige Unterstützung leistet. Das fertige Visum kann man sich dann bei der für sein Gebiet zuständiges Konsulat abholen.


Es empfiehlt sich in Deutschland ein Konto bei der Citibank anzulegen, da diese eine große Anzahl an Filialen in Mexico hat und zudem man mit seiner Citicard an jedem anderen Geldautomaten abheben kann. Ein weiterer Vorteil ist, daß beim Abheben keine Gebühren anfallen. Die Kosten für eine Semester hängen natürlich stark davon ab, wieviele Ausflüge gemacht werden, ob man in einer WG, eine eigene Wohnung hat oder bei einer Familie –was im Verhältnis ziemlich teuer ist- wohnt. Alles im Allen ist aber mit mind. 10.000 DM (incl. Flug) zu rechnen.
2. Ankunft in D.F.

Nach ca. 10 Stunden Flug landet das Flugzeug endlich in Mexiko, nachdem man die letzten 20 Minuten über ein Meer von Häusern geflogen ist. Am Flughafen empfiehlt es sich gleich nachdem die Visa- und Zollkontrolle passiert ist, links an der Zentrale der Flughafentaxis –noch innerhalb der Terminals- ein Ticket zu kaufen, mit dem dann ohne Probleme ein registriertes Flughafentaxi genommen werden kann. Ohne Ticket wird der zwei-, dreifache Fahrpreis verlangt, also besser eins kaufen. Desweiteren empfiehlt es sich, für den ersten Geldbedarf Dollars mitzunehmen, da diese einen wesentlich besseren Wechselkurs haben als die DM. Diese Dollar können in einer der Wechselstuben am Flughafen –haben fast alle einen besseren Wechselkurs als die Banken in D.F. selbst- umgetauscht werden.

Auch sollte von Deutschland aus eines der von der Uni empfohlenen Hotels, oder ein anders billiges gebucht werden, wenn man vorhat sich selbst eine Wohngelegenheit zu suchen.


3. Orientierung und Wohnungssuche

D.F. selbst ist in mehrere „Colonias“ eingeteilt. Die Uni liegt im Westen in der Colonia Santa Fe am „Paseo de la Reforma“ einer der zentralen Straßen, die sich durch ganz Mexico City zieht. Wenn man vor hat eine Wohnung zu suchen, gibt es mehrere Möglichkeiten dies zu tun. An der Uni hängen, wenn auch recht spärlich einige Angebote für WGs aus. Auch kann ohne weiteres einen Immobilienmakler beauftragt werden, eine Wohnung zu suchen, da in Mexiko der Vermieter die Kosten hierfür trägt. Zudem sind in vielen Tageszeitungen Wohnungsangebote zu finden. Die Hauptprobleme bei der Suche für uns waren, erstens eine möblierte Wohnung zu finden, diese auch nur für 4 Monate und zudem in einer sicheren Wohngegend. Nach 4 Tagen Suche haben wir dann glücklicherweise ein nettes Appartement in Polanco gefunden. Sichere und zentral gelegenen Wohngegenden (es empfiehlt sich eine Wohnung im „Zentrum“ zu suchen, da die Uni, doch sehr weit entfernt liegt und die Taxikosten, wenn am Abend öfters Mexico D.F „unsicher“ gemacht wird, schnell auf die sowieso schon strapazierte Geldbörse schlagen) außerdem die Zona Rosa und das Künstlerviertel Condesa.


4. Fortbewegung in Mexico City

Eigentlich hatten wir vor, am Anfang ein altes Auto zu kaufen, und dann am Ende wieder zu verkaufen. Dies ist aber mit erheblichen Aufwand verbunden –Versicherung, Autokauf selbst, Anmeldung- so daß wir uns aufs Taxi, Bus und Metrofahren beschränkt haben. In Mexiko gibt es zwei verschiedene Arten von Taxis: „Sitios“ die eine festen Standplatz haben und „Libres“ (grüne und gelbe Käfer). Auch wenn immer wieder gewarnt wird mit „Libres“ zu fahren, kann man sich zumindest am Tag recht gefahrlos mit ihnen fortbewegen. Einfach die Hand raus und innerhalb einer Minute hält bestimmt eines an. Man sollte vor allem darauf achten, daß „Libres“ über ein Nummernschild verfügen, da sie dann registriert sind. In Taxis ohne Nummernschild auf keine Fall einsteigen. Dies sind unregistrierte „Piraten“ und äußerst gefährlich! In Mexiko D.F sind alle „Libres“ verpflichtet nur mit einem funktionsfähigen Taximeter zu fahren. Ruhig den Fahrer ansprechen, daß er sein Taximeter einschalten soll, wenn er das nicht von sich aus macht. „Sitios“ sollten v.a. in der Nacht verwendet werden, oder wenn man durch unsichere Wohngegenden fahren muß, z.B. zum Flughafen. Ein Anruf genügt und innerhalb 20 Minuten steht eins vor der Tür.

Wie man zur Universität kommt, hängt davon ab wo man wohnt. Wir sind beispielsweise jeden Tag zu 3. mit einem „Libre“ (5 DM für 15 km) in die Uni gefahren. Busse (rote) oder Grossraumtaxis sogenannte „Microbusse“ können am Paseo de la Reforma oder an der Metrostation Tacubaya –hier aussteigen wenn man die Kombination Metro-Microbus für Unifahrten hat- genommen werden. Fahrtrichtung ist „Centro Comercial de Santa Fe“, den Busfahrer bitten an der Universidad Santa Fe zu halten. Zwischen 7:00 und 10:00 Uhr und ab 16:00 Uhr ist die Metro jedoch fast unerträglich, und kommt mit Sicherheit an die Verhältnisse in Tokyo heran.

5. Die Universidad Iberoamericana


Der Empfang an der Universidad Iberoamericana ist gleichermaßen professionel wie herzlich. Alle Studenten des Austauschprogrammes werden in einer netten Zeremonie persönlich begrüßt und mit den wichtigsten Unterlagen (wie Stundenplan, Veranstaltungsplan...) ausgestattet. Nebenbei wird noch ein selbstgedrehtes Video gezeigt, das frühere Austauschstudenten im Interview zeigt, um erste positive Eindrücke von der Universität zu vermitteln. Alles in allem sehr, sehr nett und einfallsreich.
Sodann sollte man sich umgehend um seine „Credencial“, also den Studentenausweis bemühen, da dieser beim Eintritt in das Universitätsgelände, sowie bei einer Vielzahl anderer Aktivitäten (wie Computerpool, Sportanlagen, Bibliothek...) vorgezeigt werden muss.
Wenn man dann zum ersten mal über den mit fröhlichen Studenten bevölkerten Campus schlendert, den Blick über die vollbesetzten Treppen und Grünflächen bis hin zur „Fuente“, dem beliebten Treffpunkt, schweifen läßt, wird man unwillkürlich von jenem College-Feeling ergriffen, das so mancher an deutschen Universitäten insbesondere in Ingolstadt schmerzlich vermissen dürfte.
Schnell wird man erkennen, daß diese Universität nicht gerade von Sprößlingen des ärmeren Teils der Bevölkerung frequentiert wird. Ein Blick auf die überdimensionierten und zum Anfang der Woche stets verstopften Parkplätze dürfte genügen. Man sollte sich auch nicht von den Herren in dunklen Anzügen und Sonnenbrillen irritieren lassen, die oft mehrere Stunden in ebenso dunklen Limousinen kauern. Dies sind Chauffeure oder Bodyguards und für Mexico D.F. nichts ungewöhnliches.

Die Einrichtungen der Universität verdienen eine besondere Erwähnung. Allein das gastronomische Angebot dürfte wohl für jeden die Erfüllung eines Studententraumes darstellen. Von Pizza über Tacos und überdimensionale Tortas (Sandwiches) bis hin zu frisch zubereiteten Makis (laufen hier unter Sushi) bleiben hier keine Wünsche offen. Bei schönem Wetter ist auch ein Barbecue-Stand auf der Terasse der Cafeteria in Betrieb. Nicht zu vergessen auch die frisch zubereiteten Omelettes zum Frühstück (bis 12Uhr!).


Für Hartgesottenere sind in jedem Fall auch die Taco-, Torta- und HotDog- Stände unmittelbar vor dem Universitätsgebäude zu empfehlen. Dort bekommt man unverfälschtes, einfaches mexikanisches Strassenessen, das ebenso lecker wie günstig ist. Wer ein wenig durchhält wird auch die damit verbundenen Magenprobleme nach kurzer Zeit überstanden haben und sich somit eine ganze Menge Peso sparen.
Für sportlich Interessierte steht ein breites Angebot (von Fitness über Tischtennis bis hin zu Baseball) unterschiedlichster zum Teil auch exotischer Sportarten (z.B. brasilianischer Kampfsport) zur Verfügung. Es besteht auch die Möglichkeit an universitätsinternen und –externen Wettkämpfen teilzunehmen.

Daneben wird auch eine Vielzahl kultureller und universitärer Veranstaltungen angeboten. Wer sich hier langweilt ist also wirklich selbst schuld.



6. Exkursionen und Kurztrips


Die kulturelle Vielfalt Mexikos ist unüberseh-, unüberriech- und unüberhörbar.

Eindrucksvolle Beispiele des mexikanischen Lebenstils und – gefühls geben die Wochenendmärkte. Zu empfehlen ist hier v.a der „Hippie“-Markt in Coyoacan, wo eine Unzahl an Schmuck (artesanía) und sonstiger Einheimischenkunst neben zahlreichen musikalischen Darbietungen angeboten wird.


Der sonntägliche Kunstmarkt in San Angel ist ebenso einen Besuch wert. Hier stellen die einheimischen Künstler (v.a. Maler ) ihre Werke unter freien Himmel aus.

Was Museen, Galerien und sonstige kulturelle Einrichtungen angeht ist das Angebot in dieser Stadt nahezu unüberschaubar. Hervorzuheben ist der Palacio de Bellas Artes, der aus weißem Marmor erbaute Prunkpalast im Centro Historico, der im 3. Stock eine eindrucksvolle Ausstellung des mexikanischen Muralismo mit seinen Hauptvertretern (Rivera, Orozco, Siquieros) beherbergt.


Ein Highlight der Indio-Kultur ist ohne Zweifel die präkolumbianische Ruinenstadt Teotihuacán etwa 40 Kilometer nordöstlich von D.F. mit ihren beiden monumentalen Pyramiden (Sonnen- und Mondpyramide). Hier bei schönem Wetter auf einer der Pyramiden zu sitzen und die Aussicht auf die Ruinenstadt und das grüne Umland zu genießen, gehört mit Sicherheit zu einem der unvergeßlichsten Erlebnisse einer Mexico-Reise .
Der obligatorische Trip nach Acapulco darf bei einem Mexico-Aufenthalt natürlich auch nicht fehlen. Hierbei ist jedoch vorzuwarnen. Acapulco ist nichts anderes als ein vom Tourismus völlig eingenommener, mondäner Badeort, der hauptsächlich von reichen Mexikanern und „typischen“ US-Amerikanern besucht wird. Geld ist das einzige Bindeglied zwischen Einheimischen und Besuchern. Und so darf man sich dann auch nicht wundern, wenn man beim Abendessen oder Shopping kräftig ober das Ohr gehauen wird.
Wesentlich einfacher, naturverbundener, typischer und freundlicher geht es dagegen in dem kleinen Fischerdorf „Puerto Escondido“ ca. 300km südlich von Acapulco zu. Hier gibt es noch kaum Leuchtreklamen und auch Mc Donalds hat noch nicht Einzug gehalten. Dagegen gibt es jede Menge Strandrestaurants die für den Preis eines Acapulco-Coctails ein ganzes Abendessen servieren. Tagsüber perfekt zum relaxen sind auch die Strandbars mit ihren einladenden Hängematten. Nebenbei gibt es hier am sog. Zicatela-Beach perfekte Surfbedingungen mit bis zu 6m hohen Wellen. Alles in allem ein perfektes Aussteigerdorf zum Seele baumeln lassen.
7. Nachtleben („la vida nocturna“)

Tips für das Nachtleben zu geben ist grundsätzlich eine schwierige Angelegenheit, da die Vorlieben natürlicherweise je nach Musik, Ambiente und Gesellschaft differieren.

Das Angebot in einer 20Millionen Stadt ist erwartungsgemäß uferlos. Einen guten Überblick erhält man aber in der wöchentlich erscheinenden Szenezeitschrift „Dónde“.

In Mexico ist es in einigen Bars und Discotheken üblich einen ziemlich hohen Eintritt („cover“) zu bezahlen (ca. DM40,-), um im Gegenzug dafür über eine sog. „bara libre“ zu verfügen. Dies bedeutet nichts anderes als freie Getränke die ganze Nacht. Um Drinks jedoch auch tatsächlich über mehrere Runden in Empfang nehmen zu können, kommt man für gewöhnlich nicht umhin dem Barkeeper von Zeit zu Zeit ein paar Scheine zuzustecken.


Der Dresscode im mexikanischen Nachtleben ist relativ locker. Möchte man jedoch einmal noblere Lokalitäten besuchen, empfiehlt es sich zumindest die in Europa ach so trendigen Turnschuhe zu Hause zu lassen und sich anstatt dessen die guten alten Lederslipper überzustreifen.
8. Reisen durch Mexico

Grundsätzlich stehen einem für Reisen durch Mexico alle Verkehrsmittel zur Verfügung, es bietet sich allerdings für junge Leute an mit dem Bus zu fahren, da dieser zu einem vergleichsweise billig ist und man zum anderen das Land einfach besser kennenlernt. Es gibt in Mexico D.F. für jede Himmelsrichtung ein eigenes Busterminal, so daß man sich eigentlich gar nicht erkundigen muss, wo welcher Bus genau abfährt, sondern eigentlich nur die Himmelsrichtung von Interesse ist. Die Busterminals erinnern eher an Flughäfen und für eine Busfahrt kann man zwischen verschiedenen Klassen und Anbietern auswählen. Wenn man die großen Entfernungen (Mexico ist ca. fünfmal so groß wie Deutschland) schneller überbrücken möchte, kann man natürlich auch auf verschiedene Fluglinien zurückgreifen. Die billigste Fluggesellschaft ist Taesa, doch man muss mitunter mehrstündige Wartezeiten an Flughäfen und einen schlechten Service in Kauf nehmen, wenn man sich für sie entscheidet. Für Wochenendreisen gibt es auch billige Komplettangebote bei Mexicana oder Aviacsa. Wegen der Größe Mexicos und weil uns nur relativ wenig Zeit für Reisen ins Hinterland blieb, mussten wir uns bei unseren Fahrten auf den wunderschönen Süden Mexicos beschränken.



Die Halbinsel Yucatan

Der Nordteil Yucatans ist inzwischen leider vom Massentourismus in Besitz genommen worden. Besonders Cancun mit seinen am Computer geplantem Tourismuszentrum nähert sich leider immer mehr acapulcoähnlichen Verhältnissen an. Die schönsten Strände findet man im südlichen Teil der Halbinsel in der Nähe von Tulum und Playa del Carmen. Hier hat sich der Massentourismus noch nicht so ausgebreitet und man findet wirklich absolute Traumstrände und sehr billige Campingplätze. In Yucatan muss natürlich auch unbedingt eine der zahlreichen Ausgrabungsstätten besichtigt werden. Die größte und wahrscheinlich auch beeindruckendste ist Chichen Itza, aber auch Tulum (direkt ans Meer gebaute Tempelanlage) ist eine Besichtigung wert. In Yucatan darf aber besonders eins nicht verpaßt werden: in dem glasklaren Wasser des karibischen Meeres zu schnorcheln. Hierfür bietet sich vor allem der Nationalpark Xel-ha in der Nähe von Tulum an


Oaxaca und Chiapas

Die Stadt Oaxaca und der gleichnamige Bundesstaat liegen etwa 250 Kilometer südlich von Mexico D.F. auf einem Hochplateau auf ungefähr 1600 Metern. Die alte spanische Kolonialstadt ist eine der schönsten Städte Mexicos und kann auch gut an einem Wochenende besichtigt werden. Sehenswert ist vor allem die Altstadt mit seinem Zocalo (Hauptplatz), der wahrscheinlich einen der wenigen verkehrsberuhigten Orte ganz Mexicos darstellt. Nur acht Kilometer von Oaxaca entfernt liegt Monte Alban, ein altes Zerimonalzentrum auf einem künstlich eingeebneten Berggipfel, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf Oxaca und Umgebung hat. Hotels gibt es in Oxaca in jeder Preisklasse, am besten man fragt im Fremdenverkehrsamt am Zocalo nach einem günstigen Angebot. Berühmt ist Oaxaca außerdem noch für sein Kunsthandwerk, seinen Cacao (unbedingt probieren!) und seinen Mezcal (mex. Schnaps, sehr gewöhnungsbedürftig).


Palenque liegt im Bundesstaat Chiapas, nahe der Grenze zu Guatemala, und ist die wahrscheinlich beeindruckendste Ausgrabungsstätte Mexicos. Das hat mehrere Gründe: Von Palenque aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Halbinsel Yucatan, die Ausgrabungsstätte liegt am Rande des Dschungels, die rekonstruierten Tempel und Paläste sind sehr beeindruckend und der größte Teil ist noch gar nicht ausgegraben worden. In der Nähe der Ausgrabungsstätte gibt es auch eine gleichnamige Stadt, die aber keine Besichtigung und auch keinen Bericht wert ist.
Eine andere Sehenswürdigkeit in dieser Gegend ist die alte Kolonialstadt San Cristobal de las Casas. Sie ähnelt sehr Oaxaca, ist allerdings wesentlich kleiner und überschaubarer. Das Leben läuft hier meist eher ruhig ab und es macht Spaß über die zahlreichen Märkte zu schlendern, eine der vielen Kirchen der Stadt zu besichtigen oder einfach nur das Treiben auf dem Zocalo zu beobachten. Bekannt ist die Stadt auch für sein Kunsthandwerk der indianischen Bevölkerung.
Die Pazifikküste

Größte Stadt an der Pazifikküste ist Acapulco, doch die Stadt hat ihre besten Tage hinter sich gebracht. Ein absoluter Traum dagegen ist das Fischerdorf Puerto Escondido, doch darüber haben wir ja schon berichtet. Wer es noch überschaubarer will, sollte von Puerto Escondido aus noch ein wenig weiter Richtung Süden fahren. Dann kommt er nach Zipolite, einem kleinen Aussteigerdorf direkt am Meer. Hier kann man faul in der Hängematte in den Tag hinein leben. Man sollte sich allerdings vor der starken Strömung im Meer in acht nehmen und das Schwimmen lieber sein lassen.


Allgemein läßt sich noch sagen, daß es sich auf jeden Fall lohnt soviel wie möglich zu verreisen und vom Land kennenzulernen. Mexico D.F. ist zwar schön und durch seine Größe sehr beeindruckend, auf Dauer aber kann die Stadt auch sehr anstrengend sein, da bieten sich die Wochenenden und Feiertage an um dem Großstadtdschungel zu entkommen. Als Reiseführer haben sich vor allem der „Mexico“-Führer vom Velbinger Verlag und das Buch „Mexico“ vom „lonely planet“ Verlag bewährt. Inzwischen befindet sich auch in jeder Stadt ein Internetcafe, so daß der Kontakt zum Rest der Welt bestimmt nicht abbricht. In Chiapas und Oaxaca wird man zur Zeit relativ häufig während der Busfahrten von Sicherheitsbeamten –wie z.B. Einwanderungsbehörde, Staatspolizei oder Militär- aufgehalten und kontrolliert (wegen der Nähe zu Guatemala und dem anhaltenden Studentenstreik der UNAM in Mexico D.F.), deshalb sollte man auf jeden Fall immer seinen Reisepaß bei sich haben. Grundsätzlich sollte man auch gegenüber der Polizei eher etwas vorsichtig sein und auf Distanz gehen, der Ausdruck „die Polizei, dein Freund und Helfer“ zählt in Mexico nicht unbedingt. Außerdem nicht verzweifeln, wenn es in Mexico bei den Busfahrten oder bei den Wartezeiten etwas länger dauert, es ist alles nicht so durchorganisiert wie in Deutschland, aber es funktioniert auch.

Das sind aber alles keine Gründe nicht nach Mexico zu fahren. Wer sich dazu entschließt ein Semester an der Universidad Iberoamericana in Mexico D.F. zu studieren, wird bestimmt eine unvergleichliche Zeit verbringen und viele neue Eindrücke über eine andere Kultur und ein wunderschönes Land gewinnen.


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