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Erdwärme ist eine sichere Sache“ Projektvorstellungen beim ake metzingen


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Erdwärme ist eine sichere Sache“

Projektvorstellungen beim AKE Metzingen


Metzingen. Beim Treffen des AKE am 21. Juli 2015 wurden zwei Metzinger Bauvorhaben vorgestellt. Für die Energieversorgungskonzepte mit Erdwärme beim „Mahlerareal“ an der Ulmer-/ Marienstr. und beim Mehrgenerationenhaus „WohnTraum Sannental“ interessierten sich zahlreiche Besucher.

Zuvor freute sich Frieder Handel, der Leiter des AKE, über den Gemeinderatsbeschluss zur Verlegung einer Nahwärmeleitung in der Schlossstraße. „Wenn die zugehörige Energiezentrale dann auch mit Erneuerbaren Energien betrieben wird, kann das ein echter Beitrag zur Energiewende werden“ so sein Kommentar.


Zum Hauptthema des Abends stellte der Geologe und Planer Eric Moegle zunächst fest, dass es in unserer Gegend definitiv keine Probleme mit Erdwärmebohrungen gebe: Die Gipskeuperschicht, die in Staufen, Leonberg und anderen Orten Probleme verursacht habe, liege bei uns mindestens 350 Meter tief, was mit den üblichen Geothermiesonden bei Weitem nicht erreicht werde. Außerdem seien die Sicherheitsstandards für Erdwärmebohrungen in den letzten Jahren erheblich verschärft worden, so dass Probleme definitiv ausgeschlossen werden könnten. Zudem seien die Erfahrungen von insgesamt 63 Geothermieanlagen in Metzingen mit z. T. mehreren Erdsonden durchweg positiv. Das liege auch an den in unserer Gegend besonders günstigen geothermischen Bedingungen. So sei bei uns durch die „Uracher Anomalie“ die Gesteinstemperatur z. B. in 100 m Tiefe um ca. fünf Grad höher als allgemein im Land. Diese erhöhte Temperatur im Untergrund sei übrigens bereits vor 180 Jahren bei einer Erkundungsbohrung nach Kohle(!!) in Neuffen entdeckt worden.
Die Energieversorgung der geplanten Gebäude beim Projekt Mahlerareal mit ihren etwa 2400 m² Nutzfläche sei über acht 180 m tiefe Sondenbohrungen und einer Wärmepumpe mit 96 Kilowatt Heizleistung vorgesehen. Die 35 kW- Photovoltaikanlage auf dem Dach produziere fast den gesamten Strombedarf der Wärmepumpe, so dass eine rechnerische Autarkie knapp erreicht werden könne.

Auch beim Projekt „Mehrgenerationenhaus“ soll die Energieversorgung auf Geothermie mit einer zentralen Wärmepumpe aufgebaut werden. Uli Ruoff von Ruoff Energietechnik stellte dem AKE das Konzept für die 28 Wohnungen vor. Mit vierzehn Erdwärmesonden soll aus 125 m Tiefe die erforderliche Wärme entnommen werden. Eine Variantenuntersuchung habe dafür eine sehr gute Wirtschaftlichkeit ergeben, so dass die Eigentümergemeinschaft diese Version bevorzuge. Auch hier sei auf dem Dach eine Photovoltaikanlage – mit 92 kW Leistung - vorgesehen. Mit einer intelligenten Steuerung, die auch das Wärmespeichervermögen des Baukörpers berücksichtige, sei eine sehr gute Amortisation für die PV- Anlage zu erwarten.

Eine interessante Variante stellte Dr. Jakob Sierig mit einem „kalten“ Verteilnetz vor. Bei einem solchen Netz wird das Wasser der Erdwärmesonden nicht mit einer zentralen Wärmepumpe erwärmt. Vielmehr wird erst in den einzelnen Wohnungen mit dort installierten Wärmepumpen die individuell gewünschte Heiz- und Warmwassertemperatur erzeugt. Die Wärmeverluste der Verteilleitungen ließen sich dadurch völlig vermeiden, eine Heizkostenaufteilung und –abrechnung wäre überflüssig.

Die Vorstellung der Energiekonzepte wurden von den Besuchern mit großem Interesse und Zustimmung entgegen genommen. Geothermie als von politischen Unwägbarkeiten, Klima und Transportproblemen völlig unabhängige Energieform sollte mehr Aufmerksamkeit bei zukünftigen Projekten erhalten – so eine geäußerte Meinung.


Einen Denkanstoß zu einem anderen Thema hatte sich Peter Schwarzmann vorgenommen: Nach seinen Ausführungen ist die Weiterentwicklung von chemischen Batterien heute schon sehr weit vorangekommen. So könne auch daran gedacht werden, mit solchen Speichern die Aufgaben eines Pumpspeicherkraftwerks – Bereitstellung von wertvoller Regelenergie für das Stromnetz – zu bewältigen. Und nachdem sich für das angedachte PSKW in Glems bisher kein Investor fand, andererseits aber die Notwendigkeit für Stromspeicher weiter steige, seien andere Ideen gefragt.

So könnte ein Blei- oder Lithium-Ionen- Speicher finanziell konkurrieren, würde gravierend weniger Platz beanspruchen und würde sich schneller amortisieren – so Schwarzmann in seinem mit „sehr breitem Stift“ skizzierte Modell.

Prof. Dr. Pfenning vom DLR gab schlussendlich einen kurzen Überblick über den Stand der Umfragen und Öffentlichkeitsbeteiligung beim Projekt „Energieautarkie“. Demnach soll die Bürgerumfrage „Energiezukunft Metzingen“ bis Herbst ausgewertet und auch im AKE vorgestellt werden.



 


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